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Was können wir tun?

Gemeinsam aktiv werden für den Erhalt unserer Nachbarschaft

Die geplante Überbauung am St. Galler-Ring 29 bringt erhebliche Veränderungen für die Nachbarschaft mit sich. Um sicherzustellen, dass unsere Anliegen Gehör finden und das Bauprojekt kritisch geprüft wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu werden. Hier sind konkrete Schritte, die wir unternehmen können.


1. Informiert bleiben und vernetzen

Eine gut informierte und vernetzte Nachbarschaft ist der Schlüssel, um Einfluss auf das Bauprojekt zu nehmen.

Was können wir tun?

Nachbarn und Betroffene informieren – Viele sind sich der geplanten Bebauung und deren Auswirkungen möglicherweise nicht bewusst.
Gemeinsame Treffen organisieren – Ein Austausch hilft, offene Fragen zu klären und ein koordiniertes Vorgehen zu ermöglichen.
Direkter Kontakt mit den Behörden – Regelmässige Nachfrage beim Bauinspektorat oder der Stadtbildkommission hilft, über den aktuellen Stand informiert zu bleiben.
Social Media nutzen – Plattformen wie Facebook-Gruppen oder WhatsApp-Chats sind hilfreich, um aktuelle Entwicklungen schnell zu teilen.

Warum ist das wichtig?

Je mehr Menschen über das Bauprojekt Bescheid wissen und sich einbringen, desto grösser ist die Chance, Einfluss auf die Planung zu nehmen. Eine breite Vernetzung kann auch helfen, politische Unterstützung zu mobilisieren.


2. Einsprache beim Bauinspektorat einreichen

Sobald das Baugesuch offiziell publiziert wird, gibt es eine kurze Frist, um eine Einsprache einzureichen. Eine Einsprache ist das wichtigste Mittel, um Bedenken offiziell ins Verfahren einzubringen.

Wie kann ich eine Einsprache einreichen?

  • Die Einsprache muss schriftlich beim Bauinspektorat Basel-Stadt eingereicht werden.
  • Sie sollte sachlich formuliert sein und konkrete Bedenken darlegen.
  • Es können einzelne oder gemeinsame Einsprachen eingereicht werden, um den Anliegen mehr Gewicht zu verleihen.
  • Unterstützende Unterlagen, etwa Fotos oder Pläne, können beigefügt werden.

Mögliche Einsprachepunkte:

Einschränkung von Licht und Luftzirkulation – Beeinträchtigung der Lebensqualität für Anwohner.
Auswirkungen auf Mietpreise und soziale Durchmischung – Mögliche Verdrängung durch steigende Mieten.
Veränderung des Stadtbilds – Nicht angepasste Architektur, Verlust des gewachsenen Quartiercharakters.
Akustische Belastungen – Potenzielle Lärmentwicklung durch veränderte Schallausbreitung.
Einschränkungen während der Bauphase – Lärm, Staub und Erschütterungen durch Bauarbeiten.

Warum ist eine Einsprache wichtig?

Einsprachen sind eine formelle Möglichkeit, Einwände vorzubringen. Falls es viele Einsprachen gibt, kann dies dazu führen, dass das Bauprojekt überarbeitet oder verzögert wird.


3. Die Öffentlichkeit informieren

Öffentliche Aufmerksamkeit kann dabei helfen, dass das Bauprojekt kritisch hinterfragt wird und mehr Druck auf die Entscheidungsträger entsteht.

Wie können wir Aufmerksamkeit erzeugen?

Medien informieren – Ein Bericht in der Zeitung kann den Fall einem breiteren Publikum bekannt machen.
Politiker und Organisationen ansprechen – Parteien oder Verbände, die sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen, können das Thema aufgreifen.
Online-Präsenz nutzen – Eine eigene Webseite oder Social-Media-Kanäle können genutzt werden, um die neuesten Entwicklungen zu teilen.

Beispiele für Medienberichte zu ähnlichen Fällen:

In Basel gab es bereits mehrfach erfolgreiche Widerstände gegen Bauprojekte, bei denen die Quartierbevölkerung mobilisiert wurde. Berichte in Zeitungen wie der BaZ, der bz Basel oder im Regionaljournal Basel auf SRF können dabei helfen, Druck auf die Entscheidungsträger auszuüben.


4. Unterstützung durch Fachleute einholen

Um unsere Position zu stärken, kann es sinnvoll sein, Fachleute aus verschiedenen Bereichen einzubeziehen.

Welche Fachleute könnten helfen?

Ein unabhängiger Architekt kann eine bauliche Einschätzung geben und alternative Lösungen vorschlagen.
Ein Mieterverband kann dabei helfen, zu prüfen, ob das Projekt gegen das Wohnraumfördergesetz verstösst.
Ein Anwalt für Baurecht kann die Einsprache juristisch begleiten.
Lärmschutz- oder Klimaschutzexperten können wissenschaftliche Argumente gegen das Bauprojekt liefern.

Warum ist das wichtig?

Gut dokumentierte und fachlich begründete Argumente haben bei Behörden und Gerichten mehr Gewicht. Eine fundierte Stellungnahme kann helfen, das Bauprojekt kritisch zu hinterfragen.


5. Gemeinsame Lösungen fordern

Falls das Bauprojekt nicht verhindert werden kann, sollten zumindest Verbesserungen eingefordert werden.

Welche Forderungen könnten gestellt werden?

Anpassungen an der Bauweise, um Licht- und Luftprobleme zu minimieren.
Schallschutzmassnahmen, um Lärmprobleme durch Windgeräusche oder Baumaschinen zu verringern.
Mietschutz, um sicherzustellen, dass bestehende Mieter nicht durch hohe Mieten verdrängt werden.
Baustellenmanagement, um Lärm, Staub und Erschütterungen so gering wie möglich zu halten.

Warum ist das wichtig?

Auch wenn das Bauprojekt nicht vollständig verhindert wird, können durch Verhandlungen Verbesserungen erreicht werden. Der Bauherr könnte verpflichtet werden, bestimmte Schutzmassnahmen umzusetzen.


Fazit: Gemeinsam aktiv werden!

Das Bauprojekt am St. Galler-Ring 29 betrifft die gesamte Nachbarschaft. Je mehr Anwohner sich engagieren, desto grösser sind die Chancen, dass das Projekt angepasst oder kritischer geprüft wird.

Informiere dich und andere über die geplante Bebauung.
Bereite eine Einsprache vor, sobald das Baugesuch veröffentlicht wird.
Nutze Medien und Netzwerke, um Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen.
Hole dir Unterstützung von Fachleuten und Organisationen.
Setze dich für Lösungen ein, die die Nachbarschaft schützen.

Nur gemeinsam können wir unsere Quartierqualität erhalten und sicherstellen, dass das Bauprojekt nicht ohne Rücksicht auf die Anwohner umgesetzt wird.